Frööstök bee Kellermanns

Szenen einer Ehe: witzig, ironisch, bissig, aber nicht verbissen.

Vor ausverkauftem Haus spielte die Viersener Volksbühne in der schlafkultur. Die Zuschauer verfolgten amüsiert, wie Rudi und Lotte Kellermanns „immer wieder Sonntags“ am Frühstückstisch Platz nahmen. Das witzig-ironische Theaterstück begeisterte durch überzeugend interpretierte Szenen einer Ehe.

Sonntagmorgen in der Wohnküche von Lotte und Rudi Kellermann, der Frühstückstisch ist appetitlich gedeckt. Der Kaffee ist heiß und stark, das Ei hat genau die richtige Konsistenz, nicht zu hart und nicht zu weich. Einem gemütlichen Frühstück im Kreise der Familie steht also nichts mehr im Wege. Doch ein Gedeck bleibt unbenutzt. Tochter Bärbel ist diese Nacht nicht nach Hause gekommen. Grund genug für Vater Rudi, übelgelaunt über die Erziehungsversäumnisse seiner Gattin zu räsonieren. Wie viele Ehepaare ihres Alters stellen auch Lotte und Rudi fest, dass die Kinder flügge geworden sind. Während Lotte sich längst mit der neuen Situation arrangiert hat und nach und nach ein ganz neues Lebensgefühl entdeckt, tut sich ihr Mann ungleich schwerer mit dem Wandel. Zäh und unbeirrbar verteidigt er liebgewordene Gewohnheiten.

Am Ende bedankte sich das Publikum mit donnerndem Applaus bei Marlies Sommer (Lotte Kellermann) und Bernd Schüren (Rudi Kellermann), die mit exzellenter schauspielerischer Leistung und gelungenen Dialogen in niederrheinischer Mundart überzeugten.

 

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