Mord und Blues in der schlafkultur

Arnold Küsters – Ein Knödel zuviel

portfolio_kuesters_01An einem See im Allgäu wird eine junge Frau in ihrem Auto erschossen. Schnell wird klar: sie kommt vom Niederrhein. Und sie scheint in den Mord an einem Immobilienhändler verwickelt zu sein, der ebenfalls im Allgäu umkommt.

Arnold Küsters´ sechster Roman „Ein Knödel zu viel“ spielt am Niederrhein und im Allgäu. Das ist kein Widerspruch, meint er, „denn das Allgäu ist der Niederrhein Bayerns.“ Das klinge widersprüchlicher als es in Wahrheit ist, meint er: „Die eigensinnigen Charaktere gibt es hier wie dort.“ Er muss es wissen, fährt er doch seit 20 Jahren nach Moosbach: „Das Dorf liegt bei Kempten und ist einer meiner Tatorte.“ Kein Wunder also, dass sich die Handlungsstränge mischen: Carsten Jakisch von der Polizei in Kempten wird an den Niederrhein geschickt, um dort zu ermitteln. „Und um ihn im Allgäu los zu sein“, verrät Küsters.

Der Mönchengladbacher Schriftsteller und Autor freut sich: „Das Ambiente der schlafkultur, die zum Teil rohen Fabrikwände bieten die richtige Stimmung für einen Kriminalroman, in dem es nicht gerade zimperlich zugeht.“
Arnold Küsters wäre nicht Arnold Küsters, wenn er zur Lesung nicht gleich auch Musik mitbringen würde: „Die Musiker der Bluesband Flat Blues Ltd. freuen sich schon auf den Abend.“ Sänger und Kopf der Band Peter Lenzen war bei der Vorbesichtigung des Spielortes jedenfalls beeindruckt: „Der richtige Rahmen für unseren 50er Jahre Blues.“
Flat Blues Ltd. und Arnold Küsters spielen nicht das erste Mal zusammen. „Wir sind ein echtes Team“, so Küsters, „wir sehen uns nicht oft, aber dann springt der Funke sofort über.“ Auch diesmal wird es so sein, dass der Autor nicht nur Kriminelles liest, sondern auch bei einigen Stücken mit seiner Bluesharp bei der Band einsteigt.

 

 

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