New-Orleans-Feeling“ in der schlafkultur

Literatur und Jazz aus der Region vor begeistertem Publikum.
Die Zuschauer kamen am vergangenen Samstag gleich doppelt auf ihre Kosten, denn auf dem kulturellen Programmkalender der schlafkultur Viersen stand eine mitreißende musikalisch-literarische Mischung.
Magdlen Gerhards las aus ihrem 2013 erschienenem Roman „Ein Haus mit vielen Türen“ und nahm ihre Zuhörer mit auf eine Zeitreise, entführte sie mittels fesselnder Darstellung und spannendem Vortrag in die Welt des frühen 19. Jahrhunderts. Die industrielle Revolution wirft erste Schatten vorraus und die Leinenweberei am linken Niederrhein steht mit der Einführung des mechanischen Webstuhls in Blüte. Historisch informativ entwirft die Schriftstellerin in ihrem Roman die Geschichte ihrer eigenen Familie Waters, die in Waldniel über Generationen hinweg die Leinenweberei prägte. Das Publikum lauschte Magdlen Gerhards Vortrag gespannt, die anhand ausgewählter Textpassagen in die Charakteristik der Protagonisten einführte. Während die Zuschauer noch über ein mögliches Ende der bewegenden Familiensaga nachdachten, gewann die Mönchengladbacher Formation „Jazzbones“ um Manni Schmelzer schnell die Ohren und Herzen der begeisterten Zuhörer. Mit  klassischen Blues-Elementen und waschechten New-Orleans-Jazzklängen ließen sie den Abend beschwingt ausklingen.

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